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DAVID HELFGOTT:

Modest Mussorgski
Bilder einer Ausstellung
Klavier solo

 

DAVID HELFGOTT & RHODRI CLARKE:

Sergei Rachmaninoff
Klavierkonzert Nr. 3 Op. 30, d-moll
Version für 2 Klaviere
Orchesterpart: Rhodri Clarke

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Wenn David Helfgott im Mai 2017 seinen 70sten Geburtstag feiert, hat er eine bewegende Lebensgeschichte hinter sich. Die Kindheit, geprägt durch seinen ehrgeizigen Vater, der das Talent des Sohnes früh erkannte. Die Jugend, die ihn mit einem Stipendium nach England führte und wo man ihn endlich zwangsfrei Klavierspielen ließ.

Seine jahrzehntelange persönliche Auseinandersetzung mit einem der großen Werke der Musikliteratur ist Rachmaninows 3. Klavierkonzert, das von ihm liebevoll Rach 3 genannt wird. Yefim Bronfman sagte einmal: „Man müsse schon ein bisschen verrückt sein, um dieses Werk zu spielen“.

Nach über einem Jahrzehnt immer wiederkehrenden Aufenthalten in einer psychiatrischen Anstalt kam die Wende durch seine Frau Gillian, die in ihm genau das erkennt, was er ist und was er kann. Jemand, der sich durch sein Spiel den Menschen mitteilen muss. Ihr gelang es, ihm den Zugang zur Öffentlichkeit neu zu erschließen und viele, viele Menschen danken ihr dafür.

Wollte man an David Helfgott und auch an sein Publikum normale Maßstäbe ansetzen, hieße das, beiden in keiner Weise gerecht zu werden. Oberstes Gebot ist die Liebe. Die Liebe zur Musik, die Liebe zu den Menschen, die Liebe zu dem Augenblick, wo der eine durch sein Spiel den anderen berührt und das oftmals in seinem tiefsten Inneren.

David Helfgott gastierte 2012 mit dem Klavierkonzert Nr. 3 von Sergei Rachmaninow, in Begleitung der Stuttgarter Symphoniker, im Großen Saal des Wiener Musikvereins. Dieser war bis auf den letzten Stehplatz ausgebucht und das Publikum dankte ihm am Ende des Konzerts mit annähernd 16 Minuten stehenden Ovationen. So darf man besonders gespannt sein, wie diese, auf 2 Klaviere konzentrierte Fassung berühren wird. Zwar bringen 2 Klaviere nicht die reiche Klangpalette, die ein großes Sinfonie Orchester auszudrücken vermag, aber umso interessanter wird es sein, dieses „verrückte“ Klavierwerk einmal in einer Fassung zu hören, wo nichts, aber auch gar nichts von einem allzu massigen Orchesterklang übertönt wird. Die Hochachtung, die man jedem Pianisten, der sich an dieses gigantische Werk wagt – und nicht zuletzt, sich damit auf die Bühne traut – wird noch steigen, wenn man sich voll und ganz bewusst wird, was für eine ungeheure Leistung hinter der Bewältigung dieses Klavierparts steht.
Den ersten Teil des Recitals wird David Helfgott alleine bestreiten und bei seinem „Rach 3“ wird er von Rhodri Clarke begleitet, der den Orchesterpart übernimmt. Es wird mit Sicherheit ein unvergesslicher Abend in der Tonhalle MAAG werden.